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Kubebenpfeffer im Ayurveda

Kubebenpfeffer ist eine der zahlreichen Pfeffersorten und ist dieses Jahr 2016 als Heilpflanze des Jahres bezeichnet worden. Die Früchte des Pfeffergewächses sind kugelig, 4-5 mm breit und stammen aus Indonesien. Im Mittelalter waren die Kubebenfrüchte erschwinglicher und ein beliebter Ersatz im Vergleich zum wesentlich teuren Schwarzen Pfeffer. Hildegard von Bingen eine bekannte Äbtissin des Mittelalters hat den Kubebenpfeffer als ein den Geist und Verstand erhellendes Gewürz beschrieben, was zudem ungeziemende Begierden mäßigen solle. Im Orient, der arabischen Welt, wird Kubebenpfeffer jedoch als Aphrodisiakum eingesetzt.

Kubebenpfeffer enthält bis zu 10 % Ätherische Öle, die den charakteristisch holzig-bitteren Geschmack der Kubeben ausmachen, dazu besitzen die Früchte eine leichte Schärfe und haben ein nach Menthol schmeckendes Aroma. Seine Wirkung auf die Verdauung ist kühlend. Auf dem Gaumen hinterlässt der Pfeffer ein prickelndes Gefühl. Auf Grund seiner Geschmacksrichtungen und Wirkung im Verdauungstrakt wirken die Kubebenfrüchte leicht Vata stärkend, dafür aber Kapha und Pitta ausgleichend. Als Gewürz ist Kubebenpfeffer heute vor allem in Gewürzmischungen gebräuchlich; in Nordafrika im Ras el Hanout und in Asien im Curry.

In der Volksmedizin werden der Pfeffersorte allerlei positives wie enzündungshemmend und antibakteriell wirkend nachgesagt. Sie sollen auswurffördernd sein, ebenso harntreibend, harndesinfizierend sowei blähungs- und krampflösend. Sie sollen anregend auf das Gehirn wirken und sowohl Konzentration als auch das allgemeine Wohlbefinden fördern.

Gerne wird die Pfeffersorte in Schnupftabak und Asthmazigaretten verwendet, aber auch in alkoholischen Getränken. Ayurveda schwört ebenso auf den Kubebenpfeffer, da er schleimlösend wirken soll.

Was ist Ayurveda ?

Ayurveda, auch „Mutter der Medizin“ genannt ist eine alte überlieferte Medizin- und Gesundheitslehre (ca. 3000 Jahre) aus Indien und Sri Lanka. Die Lehre beschäftigt sich mit dem Thema „Wissen vom langem und gesundem Leben“.
Als lecker und wohltuend wird die Kochkunst des Ayurveda empfunden. Darüber hinaus finden wir viele Empfehlungen zu Ernährung und Lebensweise. Jedoch kennt Ayurveda keine allgemein gültigen Tipps, sondern betrachtet jeden individuell und ganzheitlich. Jeder ist eine Einheit aus Körper, Geist, Seele und Sinnesorgane und hat ganz unterschiedliche Bedürfnisse.

Aussagen wie zum Beispiel „Butter ist für den Körper ungesund“ oder „Rohkost ist gesund“ finden wir in dieser Lehre nicht. Denn was dem einen gut tut, kann für einen anderen unzuträglich sein. Daher wird im Ayurveda viel beobachtet und äußere und innere Einflüsse sowie deren Wirkung auf ein System von Körper, Geist und Seele werden analysiert. Die Gesundheitslehre weiß wie unterschiedlich Nahrung, Lebensweise, Jahreszeiten, Alterszyklen usw. uns beeinflussen können.

Grundlage des Wissens vom Leben ist die sogenannte Typenlehre oder auch Konstitutionslehre, die dem ein oder anderen auch durch die Humorallehre von Hippokrates bekannt ist. Diese Typenlehre baut auf dem Wissen über die fünf Elemente Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde mit ihren Eigenschaften, Geschmacksrichtungen und ihrer Thermik auf. Mit Hilfe der Typenlehre können wir leichter und schneller heraus finden was unsere eigene Gesundheit fördert und was nicht.

Ayurveda ist der Ansicht, dass alles was uns umgibt und auch wir selbst aus den fünf Elementen besteht. Jedes Element hat spezifische Eigenschaften und wird durch die drei Doshas im Körper repräsentiert. Die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha genannt sind sogenannte Bioenergien und steuern sowohl körperliche als auch geistige Abläufe.

Meine Mitwirkung beim e-book von Juvalis

Freue mich, daß ich beim e-book der Juvalis Apotheke zum Thema „Gesund durch den Winter“ mit wirken durfte. Hier ist mein Beitrag.

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